Werk

Die Leute sagen dir: „Du musst etwas machen!“ und sie sagen, du musst deine Sache gut machen.
Und das leuchtet dir ein, denn warum solltest du etwas tun, wenn nicht in dem Bestreben, eine gute Arbeit abzuliefern?
In dir keimt ein Gedanke, da ist eine Idee und sie ist groß, so groß, dass sie nach Leidenschaft verlangt.
Du nährst sie mit deinem Herzblut, bis sie dich ganz ausfüllt.
Ein Feuer, aufflammendes Glück, und mit diesem Feuer und Eifer machst du dich ans Werk.
Sie werden Staunen, sie werden auf dich zeigen, voller Ehrfurcht werden sie nicht wagen ihre Stimme zu erheben und so flüstern sie: „Wie kann ein Mensch allein nur so Großes schaffen?“
Du siehst es vor dir, den Gedanken, die Idee, deinen Traum, wie er leibhaftig wird – durch dich! Durch deine Hand.
„Sie werden es lieben oder hassen!“, sagst du dir, legst klamme Finger an glühende Wangen, während dein fiebriger Blick sieht, dass es vollendet ist.
Es ist dein Herzblut. Deines.
Aber die Leute lieben es nicht. Und sie hassen es auch nicht.
„Sehr hübsch.“, lächeln sie falsch. Aber dein Herzblut, es bewegt in ihnen nichts.
Du setzt dich nieder und weißt, ein Teil von dir ist hin. Fort.
Die Leute sehen dich so sitzen.
„Du musst etwas machen.“, sagen sie dir.
Aber du willst nichts machen. Du würdest ohnehin nicht gut daran tun.


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