Unverbraucht

Dieser Tag wurde schon bevor er begonnen hatte dazu genötigt, schön zu sein.
Und er war es auch. Unbeschwert und voller Sonne. Und mit etwas Konsum.
Aber jetzt liegt die Abenteurerin neben mir und ist traurig - so unsagbar traurig und voller Angst.
Ich wünschte, ich könnte ihr die Brust aufmachen und alle Angst heraus lassen. Alles Schwarze wegnehmen. Das Problem ist nur - vielleicht geht dann nicht nur Angst und Trauer sondern auch alles Positive. Und wer weiß, wozu das noch gut ist. Sie ist schon so stark - wie viel stärker wird sie erst sein, wenn sie das überwindet. Wenn sie die vernichtenden Stimmen in ihrem Kopf ausblenden kann, ohne sich dabei fake zu fühlen?

Morgen habe ich noch einen freien Tag und ich arbeite effizient daran mich zu weigern über die Arbeit nachzudenken oder darüber, wie viele Tage noch vor mir liegen innerhalb dieser 6 Wochen in denen ich allzu früh aufstehen muss.
Mit dem Rad durch Straßen fahre, in denen fast alle noch für mehrere Stunden fest schlafen werden.
Aber ich sehe auch als eine der Einzigen regelmäßig Sonnenaufgänge, was durchaus seinen Reiz hat. Sonnenaufgänge sind so unverbraucht, gerade im Sommer.
30.6.15 01:54


You deserved this.

Ein schneller Tag. Fix und trotzdem zäh und morgens voller Unlust und abends froh, wenigstens etwas getan zu haben.
Meine Beine tun weh und mein Rücken tut weh und gerade darum habe ich mich vorhin noch mal aufgerafft und Sport gemacht.
Ich könnte stolz auf mich sein, schätze ich. Auch wenn beim regelmäßigen 'aufraffen' natürlich immer die Gefahr mitschwingt, dass ich ins Extrem abrutsche. Und dann ist Stolz absolut unangebracht.

Aber so kann ich jetzt froh sein, etwas geschafft zu haben und kann nun aktiv daran arbeiten die Gedanken, die mich jedes mal nach der Arbeit beschäftigen, abzuschalten. Kategorisch.
Habe ich wirklich alles getan, was ich tun musste?
Ist mir ein Fehler unterlaufen? Vielleicht sogar einer, der jemandem schaden könnte?
Das ist in meinem Berufsfeld durchaus nicht schwierig. Trotzdem blicken die meisten Menschen darauf hinab. Aber nur so lange, wie sie nicht absolut auf mich angewiesen sind.

Meine zwei Leben sind momentan pausiert, da Ferien sind - beziehungsweise eins davon. Theater ist in Pause. Krankenhaus ist angesagt. Ich wünschte es wäre andersrum, aber so kann ich zumindest schon mal vorarbeiten.
Andere Leute gehen kellnern und haben es vielleicht leichter, vielleicht noch nicht. Wieder andere sind finanziell abhängig von ihren Eltern, auch noch mit 30. Weiß nicht was besser ist.
Wie heißt es so schön? Jeder hat sein Kreuz zu tragen.
Ich mag die Menschen, welche diesen Spruch sonst benutzen meist nicht sonderlich, aber das heißt nicht, dass er nicht wahr ist.
28.6.15 01:33


Mantra?



Ich bin ruhig, vollkommen unberührt & ich bin eins.
Ich bin abhängig von niemandem & niemand ist abhängig von mir & ich bin eins.
Wie ein Fels in der Brandung stehe ich unbeeinflusst, aber in ruhenden Gewässern & bin vollkommen unberührt von allem.
Auch mir selbst.
Ich lebe, aber weder fürchte ich mich davor nicht zu leben, noch ängstigt mich Zeit oder die Vergeudung selbiger & ich bin ruhig.
Ich bin ruhig, vollkommen unberührt & ich bin eins.

Heute wird mich nichts zerstören.
5.7.13 11:09


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